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Kann ein schlechter Energieausweis den Verkaufspreis einer Immobilie beeinflussen?

Viele Eigentümer unterschätzen die Bedeutung des Energieausweises. Warum Käufer und Banken heute deutlich genauer hinschauen und welche Auswirkungen das auf den Verkauf einer Immobilie haben kann.
Der Energieausweis spielt beim Immobilienverkauf heute eine deutlich größere Rolle als noch vor wenigen Jahren – sowohl für Käufer als auch für finanzierende Banken.

Vor einigen Tagen hatte ich ein interessantes Gespräch mit einem Finanzierungsberater.

Dabei ging es um ein Einfamilienhaus aus den 1950er-Jahren im Ostallgäu. Käufer und Verkäufer waren sich grundsätzlich einig, die Finanzierung schien ebenfalls kein Problem zu sein. Trotzdem kam es anders als erwartet.

Der Grund: Die Bank bewertete die Immobilie aufgrund des energetischen Zustands deutlich kritischer als Käufer und Verkäufer angenommen hatten.

Das zeigt, wie wichtig der Energieausweis heute geworden ist.

Käufer und Banken schauen genauer hin

Noch vor wenigen Jahren spielte der Energieausweis bei vielen Besichtigungen eher eine Nebenrolle.

Heute stelle ich bei meiner täglichen Arbeit als Immobilienmakler in Kaufbeuren und im Ostallgäu fest, dass sich das deutlich verändert hat.

Gerade Energieklassen F, G oder H sorgen bei vielen Kaufinteressenten für Nachfragen. Viele verbinden eine schlechte Energieklasse automatisch mit hohen Sanierungskosten in den kommenden Jahren.

Auch Banken schauen heute häufig genauer hin, wenn es um den energetischen Zustand einer Immobilie geht.

Ein Praxisbeispiel

Im geschilderten Fall wurde das Haus von der Bank deutlich niedriger bewertet als der vereinbarte Kaufpreis.

Dabei wurde allerdings nicht ausreichend berücksichtigt, dass bereits Ende der 1990er-Jahre umfangreiche Modernisierungen durchgeführt worden waren. Auch die Heizungsanlage war bereits erneuert worden.

Lediglich auf eine Fassadendämmung hatte der Eigentümer bewusst verzichtet, weil er Bedenken hinsichtlich möglicher Feuchtigkeits- und Schimmelprobleme hatte.

Dieses Beispiel zeigt sehr gut, dass ein schlechter Energieausweis nicht automatisch bedeutet, dass eine Immobilie energetisch in einem schlechten Zustand ist.

Gerade ältere Häuser wurden häufig Schritt für Schritt modernisiert. Diese Maßnahmen sollten bei einer Bewertung unbedingt berücksichtigt werden.

Mein Rat an Eigentümer

Wer seine Immobilie verkaufen möchte, sollte den Energieausweis nicht als lästige Pflicht ansehen.

Er gehört heute zu den Unterlagen, die Käufer und Banken deutlich genauer betrachten als noch vor einigen Jahren.

Deshalb lohnt es sich, Modernisierungen sauber zu dokumentieren und bereits vor dem Verkauf alle relevanten Unterlagen zusammenzustellen.

Falls noch kein gültiger Energieausweis vorhanden ist, unterstützen wir unsere Kunden selbstverständlich auch bei der Beschaffung. So lässt sich der Verkaufsprozess von Anfang an professionell vorbereiten.

Mein Fazit

Der Energieausweis allein entscheidet natürlich nicht über den Wert einer Immobilie.

Lage, Grundstück, Zustand und Ausstattung bleiben weiterhin wichtige Faktoren.

Trotzdem beobachte ich, dass der energetische Zustand heute einen deutlich größeren Einfluss auf Kaufentscheidungen und Finanzierungen hat als noch vor wenigen Jahren.

Wer seine Immobilie in Kaufbeuren oder im Ostallgäu verkaufen möchte, sollte dieses Thema deshalb nicht unterschätzen.

Gerne unterstütze ich Sie mit einer ehrlichen Marktpreiseinschätzung und begleite Sie von der Wertermittlung bis zum erfolgreichen Verkauf – selbstverständlich inklusive Unterstützung bei allen notwendigen Unterlagen wie dem Energieausweis.